Jahresrückblick – Leben 2025
Wenn ich dieses Jahr betrachte, fühlt es sich an wie ein großes Übergangsjahr. Eins von denen, die man nicht planen kann – man lebt sie einfach, Schritt für Schritt, manchmal stolpernd, manchmal staunend.
Ich habe dieses Jahr lange in einer Pendel-Beziehung gelebt. Alleinerziehend mit Kind in Cuxhaven, mein Mann so oft es ging am Wochenende bei uns. Das war machbar, aber es hat Kraft gekostet. Viel Organisation, viel Verantwortung, wenig Pausen. Parallel dazu liefen ganz normale Dinge weiter: der Schwimmkurs meiner Tochter (Mamis wissen warum ich den hier extra erwähne), eine Zahn-OP, Kundentermine, Workshops an den Wochenenden, Alltag.
Und dann war da dieses riesige Thema im Hintergrund: Schaffen wir den Umzug pünktlich zur Einschulung unserer Tochter? Finden wir eine Wohnung, ein Haus, was zur Miete?
Wir haben unsere Tochter in der Grundschule in Moers angemeldet, obwohl wir noch keinen Mietvertrag hatten. Die alte Wohnung war da schon gekündigt. Dazwischen Camping im Bulli am Niederrhein, nur um bei einer Probestunde dabei zu sein. Ich habe meinen Hochzeitstag alleine verbracht. Zu Hause vor dem TV mit einem Glas Wein. Die Streichparty im neuen Zuhause habe ich verpasst, weil eine gesperrte Autobahn mich nach drei Stunden Warterei wieder zurück nach Cuxhaven geschickt hat – mit Kind und Hund im Gepäck.
Dann unser Glücksfall: Freunde gaben uns ihr Haus zur Miete frei!!!! Der Umzug selbst kam dann Anfang Juli. Zwei Tage Ausnahmezustand, danach eine immer noch volle Garage in Cuxhaven, weil das Unternehmen sich verkalkuliert hatte. Zwei Wochen später ist mein Mann nochmal los, um den Rest zu holen und unsere alte Wohnung zu übergeben. Danach: lange Ferien, weil wir Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen einfach kombiniert haben. Diese Zeit war wichtig. Zum Runterkommen. Zum Ankommen. Hier kamen erste vorsichtige Kontakte mit den Nachbarn und anderen Eltern aus der neuen Schule.
Dann unser erster Campingurlaub mit dem Bulli in Holland. Soooo nötig und soooo entspannt. Herrlich… Meer ist eben doch mehr!
Und plötzlich: Einschulung. Ich glaube, in diesem Moment ist ganz viel Druck von mir abgefallen.
Was mich sehr berührt hat in den letzten Wochen: Alte Freundschaften sind wieder aufgeblüht. Menschen, die eine Zeit lang leiser waren, sind wieder näher gerückt. Gespräche wurden tiefer, ehrlicher, vertrauter. Ich habe gemerkt, wie wichtig mir dieses Netz ist.
Und auch wenn wir jetzt wirklich gut in Moers angekommen sind – Cuxhaven fehlt mir. Sehr sogar. Das Meer, die Weite, mein Alltag dort. Als ich im November bei meiner Cuxhaven-Tour als „Touri“ in Duhnen am Meer stand, kamen mir die Tränchen.
Doch dann dachte ich, eigentlich fühlt es sich an, als hätte ich nicht eine, sondern drei Heimaten: das Rheinland rund um Bonn – ich liiiiiieeeebe das Siebengebirge- , Cuxhaven und den Niederrhein. Jede mit einem eigenen Gefühl, eigener Energie, eigenen Erinnerungen. Und dann fühle ich mich gut, ja sogar „reich“, weil ich all diese Orte in meinem Herzen trage und wiedersehen werde.
Heute leben wir hier mit der besten Nachbarschaft der Welt. Auch unsere Tochter ist angekommen, hat Freundinnen in der Schule und in der Nachbarschaft. Die Familie meines Mannes ist nah, meine nicht mehr weit weg.
Und ich merke:
Nicht alles ist leicht gewesen – aber es hat sich gelohnt.
Wir sind angekommen. Wirklich.
Jahresrückblick – Arbeit 2025
Beruflich war dieses Jahr ruhig und intensiv zugleich. Kein lautes Marketing, keine großen Kampagnen – und trotzdem hat sich unglaublich viel bewegt.
In Cuxhaven hatte ich noch bis zuletzt meine heiß geliebten Trainingspferde. Touren wie die Niederrhein-Tour Anfang Februar, um bei „alten“ Stammkunden anzuklopfen habe ich gemacht. Workshops und Termine, die sich zwischen Umzugskisten, Pendel-Wochenenden und Alltagsorganisation ihren Platz gesucht haben. Nicht immer perfekt, aber immer mit Herz.
Ein echtes Highlight war der 4-tägige Cuxhaven-Trip Anfang November. Die Mischung aus Arbeit, Begegnungen mit Kund*innen, Freundinnen und Zeit für mich war genau richtig. Naja, ein Tag mehr für mich plane ich beim nächsten Mal mit ein. Denn für das kommende Jahr ist das jetzt fest eingeplant: zwei Cuxhaven-Touren in den Ferien, dazu ein- bis zweimal ins Rheinland (Köln/Bonn).
Nach unserem Umzug nach Moers (Niederrhein) war besonders schön zu sehen, dass alte Stammkund*innen sich wieder gemeldet haben – ganz selbstverständlich, ohne große Werbeaktionen. Und gleichzeitig kamen erste neue Kund*innen dazu. Leise, ehrlich, passend. Das hat mir sehr gezeigt, dass meine Arbeit trägt. Auch dann, wenn ich nicht ständig sichtbar bin.
Ich habe mir außerdem wieder erlaubt, selbst Schülerin zu sein. Ich habe Kurse mit meinem eigenen Hund belegt – einfach aus Freude, ohne Leistungsdruck. Das hat mir unglaublich gutgetan und mich auch fachlich wieder bereichert.
Im nächsten Jahr werde ich zwei Fortbildungen machen, um mein Angebot weiter zu bereichern. Seid gespannt.
Meine Workshopangebote habe ich ausgearbeitet und weiterentwickelt. Sie dürfen nun weiter in die Welt hinaus. Besonders am Herzen liegt mir mein Muskel-Relax-Programm für Pferde. Ich wünsche mir, dass weitere Reitschulen, Therapieeinrichtungen und private Pferdehalter dieses Programm in ihren Alltag integrieren und so Stück für Stück das Leben dieser Herzenspferde besser machen.
Die Workshopangebote entwickeln sich aber auch weiter. Weg von groß und viel – hin zu kleiner, intensiver, persönlicher. Mini-Kurse mit maximal vier Teilnehmer*innen, drei bis vier Stunden Dauer sind ab 2026 auf dem Plan. Wohlfühl- und Gesundheitsthemen wie mein Muskel-Relax-Programm, Massage- und Dehnungstechniken, aber auch Angebote aus der blau-gelben Welt nach Mike Geitner und Dr. Johanna Schürmeyer möchte ich in diesem exklusiven Rahmen anbieten.
Meine Arbeit trägt sich und trägt mich. Jeden Tag entwickelt man sich weiter und jeden Tag wird der Wert der eigenen Arbeit am Tier deutlicher.
Es fühlt sich klar an. Erdiger. Ehrlicher. Mehr so, wie ich wirklich arbeiten möchte.





