Jahresrückblick Leben und Arbeit

Jahresrückblick – Leben 2025

Wenn ich dieses Jahr betrachte, fühlt es sich an wie ein großes Übergangsjahr. Eins von denen, die man nicht planen kann – man lebt sie einfach, Schritt für Schritt, manchmal stolpernd, manchmal staunend.

Ich habe dieses Jahr lange in einer Pendel-Beziehung gelebt. Alleinerziehend mit Kind in Cuxhaven, mein Mann so oft es ging am Wochenende bei uns. Das war machbar, aber es hat Kraft gekostet. Viel Organisation, viel Verantwortung, wenig Pausen. Parallel dazu liefen ganz normale Dinge weiter: der Schwimmkurs meiner Tochter (Mamis wissen warum ich den hier extra erwähne), eine Zahn-OP, Kundentermine, Workshops an den Wochenenden, Alltag.

Und dann war da dieses riesige Thema im Hintergrund: Schaffen wir den Umzug pünktlich zur Einschulung unserer Tochter? Finden wir eine Wohnung, ein Haus, was zur Miete?
Wir haben unsere Tochter in der Grundschule in Moers angemeldet, obwohl wir noch keinen Mietvertrag hatten. Die alte Wohnung war da schon gekündigt. Dazwischen Camping im Bulli am Niederrhein, nur um bei einer Probestunde dabei zu sein. Ich habe meinen Hochzeitstag alleine verbracht. Zu Hause vor dem TV mit einem Glas Wein. Die Streichparty im neuen Zuhause habe ich verpasst, weil eine gesperrte Autobahn mich nach drei Stunden Warterei wieder zurück nach Cuxhaven geschickt hat – mit Kind und Hund im Gepäck.

Dann unser Glücksfall: Freunde gaben uns ihr Haus zur Miete frei!!!! Der Umzug selbst kam dann Anfang Juli. Zwei Tage Ausnahmezustand, danach eine immer noch volle Garage in Cuxhaven, weil das Unternehmen sich verkalkuliert hatte. Zwei Wochen später ist mein Mann nochmal los, um den Rest zu holen und unsere alte Wohnung zu übergeben. Danach: lange Ferien, weil wir Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen einfach kombiniert haben. Diese Zeit war wichtig. Zum Runterkommen. Zum Ankommen. Hier kamen erste vorsichtige Kontakte mit den Nachbarn und anderen Eltern aus der neuen Schule.

Dann unser erster Campingurlaub mit dem Bulli in Holland. Soooo nötig und soooo entspannt. Herrlich… Meer ist eben doch mehr! 

Und plötzlich: Einschulung. Ich glaube, in diesem Moment ist ganz viel Druck von mir abgefallen.

Was mich sehr berührt hat in den letzten Wochen: Alte Freundschaften sind wieder aufgeblüht. Menschen, die eine Zeit lang leiser waren, sind wieder näher gerückt. Gespräche wurden tiefer, ehrlicher, vertrauter. Ich habe gemerkt, wie wichtig mir dieses Netz ist.

Und auch wenn wir jetzt wirklich gut in Moers angekommen sind – Cuxhaven fehlt mir. Sehr sogar. Das Meer, die Weite, mein Alltag dort. Als ich im November bei meiner Cuxhaven-Tour als „Touri“ in Duhnen am Meer stand, kamen mir die Tränchen. 

Doch dann dachte ich, eigentlich fühlt es sich an, als hätte ich nicht eine, sondern drei Heimaten: das Rheinland rund um Bonn – ich liiiiiieeeebe das Siebengebirge- , Cuxhaven und den Niederrhein. Jede mit einem eigenen Gefühl, eigener Energie, eigenen Erinnerungen. Und dann fühle ich mich gut, ja sogar „reich“, weil ich all diese Orte in meinem Herzen trage und wiedersehen werde.

Heute leben wir hier mit der besten Nachbarschaft der Welt. Auch unsere Tochter ist angekommen, hat Freundinnen in der Schule und in der Nachbarschaft. Die Familie meines Mannes ist nah, meine nicht mehr weit weg.

Und ich merke:
Nicht alles ist leicht gewesen – aber es hat sich gelohnt.
Wir sind angekommen. Wirklich.


Jahresrückblick – Arbeit 2025

Beruflich war dieses Jahr ruhig und intensiv zugleich. Kein lautes Marketing, keine großen Kampagnen – und trotzdem hat sich unglaublich viel bewegt.

In Cuxhaven hatte ich noch bis zuletzt meine heiß geliebten Trainingspferde. Touren wie die Niederrhein-Tour Anfang Februar, um bei „alten“ Stammkunden anzuklopfen habe ich gemacht. Workshops und Termine, die sich zwischen Umzugskisten, Pendel-Wochenenden und Alltagsorganisation ihren Platz gesucht haben. Nicht immer perfekt, aber immer mit Herz. 

Ein echtes Highlight war der 4-tägige Cuxhaven-Trip Anfang November. Die Mischung aus Arbeit, Begegnungen mit Kund*innen, Freundinnen und Zeit für mich war genau richtig. Naja, ein Tag mehr für mich plane ich beim nächsten Mal mit ein. Denn für das kommende Jahr ist das jetzt fest eingeplant: zwei Cuxhaven-Touren in den Ferien, dazu ein- bis zweimal ins Rheinland (Köln/Bonn).

Nach unserem Umzug nach Moers (Niederrhein) war besonders schön zu sehen, dass alte Stammkund*innen sich wieder gemeldet haben – ganz selbstverständlich, ohne große Werbeaktionen. Und gleichzeitig kamen erste neue Kund*innen dazu. Leise, ehrlich, passend. Das hat mir sehr gezeigt, dass meine Arbeit trägt. Auch dann, wenn ich nicht ständig sichtbar bin.

Ich habe mir außerdem wieder erlaubt, selbst Schülerin zu sein. Ich habe Kurse mit meinem eigenen Hund belegt – einfach aus Freude, ohne Leistungsdruck. Das hat mir unglaublich gutgetan und mich auch fachlich wieder bereichert.

Im nächsten Jahr werde ich zwei Fortbildungen machen, um mein Angebot weiter zu bereichern. Seid gespannt.

Meine Workshopangebote habe ich ausgearbeitet und weiterentwickelt. Sie dürfen nun weiter in die Welt hinaus. Besonders am Herzen liegt mir mein Muskel-Relax-Programm für Pferde. Ich wünsche mir, dass weitere Reitschulen, Therapieeinrichtungen und private Pferdehalter dieses Programm in ihren Alltag integrieren und so Stück für Stück das Leben dieser Herzenspferde besser machen. 

Die Workshopangebote entwickeln sich aber auch weiter. Weg von groß und viel – hin zu kleiner, intensiver, persönlicher. Mini-Kurse mit maximal vier Teilnehmer*innen, drei bis vier Stunden Dauer sind ab 2026 auf dem Plan. Wohlfühl- und Gesundheitsthemen wie mein Muskel-Relax-Programm, Massage- und Dehnungstechniken, aber auch Angebote aus der blau-gelben Welt nach Mike Geitner und Dr. Johanna Schürmeyer möchte ich in diesem exklusiven Rahmen anbieten. 

Meine Arbeit trägt sich und trägt mich. Jeden Tag entwickelt man sich weiter und jeden Tag wird der Wert der eigenen Arbeit am Tier deutlicher. 

Es fühlt sich klar an. Erdiger. Ehrlicher. Mehr so, wie ich wirklich arbeiten möchte.

Stand – oder besser – Ort der Dinge :-)

… im Umzug oder im Einzug. So sieht es gerade bei uns aus. Du merkst schon, ganz schön was los bei mir. Ganzheitliche Osteopathie für Pferd und Hund hat einen neuen Stand-Ort.
Nach einigem Hin und Her haben wir uns für ein Mietshaus in der neuen/alten Heimat entschieden. Die vorerst letzten Termine im Norden sind schon vorbei und unser Hausstand ist inzwischen in NRW angekommen. Der Umzug in den neuen Wohnort war etwas holprig, aber jetzt ist es geschafft. Nur mein Arbeitszimmer in Moers lässt noch etwas zu Wünschen übrig. Aktuell sitze ich aber mit Laptop auf der neuen Terrasse, was auch nicht soooo schlecht ist :-).

Diese Woche arbeite ich ein paar Aufträge ab und dann geht es für mich in die Fahrpraxis-Sommerpause.  Meine Tochter hat durch den Umzug kurz vor der Einschulung keine Kita-Betreuung mehr und so nutzen wir die Zeit, um uns im neuen Heim zurecht zu finden. Auferegt, gespannt, lachend und auch ein bisschen traurig, so renne ich aktuell durch die Gegend und fühle mich wie „zwischen den Welten“. 
Nach 9 Monaten Pendelbeziehung und Doppelbelastung sind wir mehr als bereit für einen neuen und vor allem wieder gemeinsamen Lebensabschnitt. Mein Mann, meine Tochter, unser Hund und ich. 
Aber wie heißt es so schön: Niemals geht man so ganz, irgendwas von mir bleibt und tatsächlich bestätigen mich die lieben Worte:

„wir werden dich und deine Arbeit vermissen“

„du hast uns geprägt“

„Danke für die wertvollen Trainingstipps“.

Wundervoll, oder? Viele von den „Nordlichtern“ haben schon zugesagt und möchten für meine 2mal pro Jahr geplanten „Cuxhaven-Umzu-Touren“ Termin-Infos haben. Falls du auch Interesse hast, melde dich einfach und ich packe dich in den WhatsApp-Verteiler (nur Infos, keine Chats innerhalb der Mitglieder).

Ab August nehme ich rund um Moers die Fahrpraxis wieder auf. Wenn du Interesse an einem Termin für Hund oder Pferd hast, meld dich sehr gerne. Tatsächlich hat sich meine Wiederkehr schon herumgesprochen und die ersten Kundenanfragen trudeln ein. Balsam für meine Seele! Ich freu mich auf dich und deine* Vierbeiner!

 

Für August und September habe ich mir einiges Online vorgenommen. Eine Muskel-Relax-Programm-Challenge für meine Kunden, neue YouTube-Videos (z.B. wieviele Parcours du aus 8 Dual-Gassen zaubern kannst), eine Buch-Verlosung für meine Newsletter-Kunden, … die To-do Liste ist gefüllt und ich freue mich darauf endlich meine Ideen umzusetzen. Ideen gehen mir nämlich nie aus.

Du bist noch nicht zum Monats-Newsletter angemeldet? Dann hol das schnell nach: https://www.dr-adriane-mack.de
Hier findest du immer alle News, Tipps und Termine rund um meine Arbeit von Ganzheitliche Osteopahthie für Pferd und Hund. Freue mich, dich auf meinen Kanälen (Instagram, YouTube, Facebook, WhatsApp) begrüßen zu dürfen!

Herzlichst,

deine Adriane

 

Blau-gelb mit einem Auge? Macht das Sinn?

blau-gelb mit einem Auge? Geht das?
Ob man mit einem halbblinden Pferd Equikinetic oder Dualaktivierung machen kann?

Letzte Woche rief mich eine Kundin an und fragt mich: Blau-gelb mit einem Auge? Macht das Sinn? Ein Pferd ist einseitig erblindet und nun ist die Frage, ob man mit einem halbblinden Pferd auch Equikinetic® oder Dualaktivierung® machen kann. Klar, kannst du, allerdings musst du ein paar Dinge wissen. Bei der blau-gelben Arbeit spielen wir mit dem Farbwechsel in den Gassen. Das Pferd macht Gehirnjogging, da es ständig durch die Farbreize (blau und gelb sticht für sie deutlich hervor) rechts und links guckt und gleichzeitig abwechselnd die linke und rechte Gehirnhälfte aktiviert. (Hierzu gibt es nächste Woche noch ein Erklärvideo). Bei einem halbblinden Pferd passiert das nicht. Es kann auch sein, dass ein halbblindes Pferd – je nachdem wie lange es schon erblindet ist – erst einmal unsicher in den Gassen ist. Daher bietet es sich an, nur innen Schaumstoffgassen zu legen und auf der Seite mit dem gesunden Auge zu beginnen. Haben die Pferde sich in dieser „Quadratvolte“ zurechtgefunden, wechselt man auf die andere Hand. Überfordere dein Pferd auf keinen Fall. 

Stimmkommandos zur Orientierung

Etabliere Stimmkommandos zur Orientierung. Pferd können auch rechts und links lernen. Langsam und schnell sollten genauso ein Stimmkommando bekommen wie Stopp und Go. Was du verwendest, ist komplett dir überlassen (Schnalzen, Wörter, Klicken, etc.). Mit ETABLIEREN meine ich, eine verlässliche und eindeutige Verwendung der Stimmkommandos. Schreib dir bitte eine „Kommando-Liste“, auf der du alle Kommandos mit Bedeutung aufschreibst. Mehrere Kommandos fürs Halten bringen dein Pferd nur Durcheinander und aus der Balance. Deine Stimme ist deine wichtigste Hilfe! „Quatsch dein Pferd nicht tot“ hat mir einer meiner ersten Reitlehrer Immer gesagt. Bei halbblinden Pferden verhält sich das anders. Sieht dein Pferd dich auf dem Zirkel nicht, weil das gesunde Auge außen ist, ist eine sichere Verbindung über deine Stimme sinnvoll. Versuch mal eher leise zu kommunizieren und schau, wie dein Pferd reagiert. Lob und motiviere damit dein Pferd! 

Viele vergessen vor lauter Hilfengebung, dass ein liebevolles Wort auch ein großes Lob für Pferde sein kann!

Verlängere deinen Arm

Ein weiteres Hilfsmittel ist deine Gerte. Sie sollte NUR als Verlängerung deines Armes dienen und nicht zum Treiben mal auf dem Po, mal auf dem Hinterbein oder wo auch immer zum Einsatz kommen. Nutzt du die Gerte als verlängerten Arm, kannst du jedes Körperteil deines Pferdes aktivieren. Übe erst im Stand Schulter, Rumpf und Hinterhand zu aktivieren und gehe dann in den Schritt über.  Auch die leichte Verbindung zur Longe unterstützt dich bei der Arbeit. Schaffe eine vertrauensvolle und sichere Anlehnung für dein Pferd an deiner Hand. Ganz spannend: Lass dich doch mal mit geschlossenen Augen von einem anderen Menschen „longieren“ und fühl in die Verbindung rein. Ist eine Verbindung da, ist es einfach ihr zu folgen, hängt die Longe durch, verlierst du die Sicherheit und die Balance. Ist sie zu grob, hältst du vielleicht sogar dagegen.

Balance ist der Schlüssel zum Vertrauen

Balance ist für Pferde – ob gesund oder halbblind – ein Riesenthema! Ist ein Pferd ausbalanciert ist es sicher und fluchtfähig. Es weiß ganz genau, dass es im Notfall ganz flott weg galoppieren kann. Ist es nicht ausbalanciert, ist es unsicher und reagiert schneller mit Stress und Panik. Blau-gelb mit einem Auge macht also Sinn. Wichtig ist die Gewöhnung an die Gassen an den Beinen bzw. Hufen. Haben die Pferde erst einmal verstanden, dass sie sich an den Schaumstoffgassen nicht verletzen können, entspannen sie sich und arbeiten mit.
Ganz klar von Vorteil für die Balance ist die Arbeit mit der Doppellonge. Hier kannst du dein halbblindes Pferd wunderbar einrahmen und unterstützen. Lege dir z.B. eine Quadratvolte auf Zirkelgröße und fahre dein Pferd zunächst durch die Gassen. Denk daran, dass deine Körperposition für das Pferd auf der halbblinden Seite keine Rolle spielt. Bei einem gesunden Pferd richtet sich dein Pferd optisch nach dir aus, wenn du hinter ihm seitlich zu sehen bist. D.h. wenn du dich schräg hinters Pferd stellst, schaut auch dein Pferd nach rechts und stellt sich auch nach rechts. Halbblind muss sich dein Pferd sehr auf die Leinen verlassen. Die stete und sanfte Verbindung vom Kappzaum auf der Pferdenase zu deiner Hand ist also enorm wichtig für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.  

Schwindel und Verspannungen

Auch Schwindel kann für halbblinde Pferde ein Problem sein. Gerade wenn dein Pferd kürzlich erst erblindet ist, solltest du auf Hinweise wie einen schwankenden Gang achten und zunächst nur auf langen Geraden arbeiten. Hier lohnt es sich auf jeden Fall den Rat deines Tierarztes einzuholen. 

Ein weiteres leider häufiges Problem bei einseitig blinden Pferden ist das Verdrehen des Kopfes. Da dein Pferd auf einer Seite nicht mehr sehen kann, möchte es mit dem anderen Auge gucken und verdreht den Kopf. Je nachdem welches Auge betroffen ist, kann das Verdrehen enorm sein. Hier ist Vertrauen zum Menschen oft der Schlüssel. Manche Pferde neigen jedoch zu starken Verspannungen, die behandelt werden müssen. Auf keinen Fall darfst du dein Pferd in dieser Haltung longieren. Mehr Sinn macht es mit Übungen und Massagen die Haltung zunächst im Stand und im geführten Schritt aufzulösen. Hierfür bieten sich spezielle Techniken an, die du z.B. im Muskel-Relax-Programm für Pferde erlernen kannst. 

Auch halbblinde Pferde wollen arbeiten

Klar, es ist eine große Umstellung mit einem halbblinden Pferd zu arbeiten, aber es wird dir für deinen Einsatz danken. Für Pferde gibt es nichts Schlimmeres als plötzlich nicht mehr gebraucht zu werden. Passe dein Training an, stell dich um und es wird eine ganz großartige und wertvolle Erfahrung für dich werden, mit deinem halbblinden Pferd zu arbeiten. Bleib im Vertrauen und du bekommst ganz viel von ihm geschenkt, versprochen.

Alles Liebe für dich und dein Pferd sende ich Dir!

Deine Adriane

Caniskinetic® – DAS Fitness- und Gesundheitstraining für deinen Hund

Viele von euch kennen bestimmt schon die Equikinetic®  für Pferde und viele von euch besitzen neben einem Pferd/Pony auch einen Hund. Warum also nicht auch deinem Hund mit der Caniskinetic DAS Fitness- und Gesundheitstraining gönnen? Dein Hund darf vielleicht auch nach dem Longieren deines Pferdes auf dem Reitplatz sausen. Aber wie wäre es, wenn du mit deinem Hund gleichzeitig ein gesundes und präventives Training für Kopf und Körper in kurzer Zeit machen und dazu noch automatisch eure Bindung verbessern könntest? Drei Fliegen mit einer Klappe, oder!? Natürlich braucht man kein Pferd, um mit der Caniskinetic® zu starten. 

Wer hat’s erfunden?

Caniskinetic® ist die Antwort auf Equikinetic® für deinen Hund. Ein Intervalltraining zum gezielten Muskelaufbau, beruhend auf dem Isokinetischen Training. Entwickelt wurde es von Dr. Johanna Schürmeyer. 

In der Caniskinetic® arbeitest du deinen Hund gezielt auf einer Quadratvolte. Durch diese gleichmäßige Bewegung in konstanter Biegung spannt dein Hund jeweils eine Körperhälfte an und dehnt die andere Körperhälfte auf. Dein Hund lernt durch das Laufen auf der vorgegebenen Kreisbahn seine natürliche Schiefe auszugleichen und mehr Last auf dem inneren Hinterbein aufzunehmen. Die ungewohnte Arbeit regt dabei automatisch das Muskelwachstum an. 

Wichtig: Der Körper benötigt nach einer Caniskinetic®-Einheit 48 Stunden Pause zur Regeneration. In dieser Zeit darfst du kein weiteres Muskeltraining von deinem Hund fordern. 

Welche Voraussetzungen gibt es?

Gibt es bestimmte Voraussetzungen für die Caniskinetic®? Dein Hund sollte an der Leine laufen können. Es gibt aber auch die Möglichkeit frei mit Handtarget oder Targetstick zu arbeiten. 

Außerdem benötigst du: Ca. 3 x 3 Meter ebener Boden (z.B. Rasen), 4 gelbe und 4 blaue Stangen von ca. Kopf-Rumpf-Länge deines Hundes sowie eure normale Ausrüstung (Leine, Halsband, Geschirr, Kurzleine mit 1-2 Haken, evtl. Targetstick) und dann kann es schon losgehen. 

Du startest immer im Schritt in der Quadratvolte. Mit deinem individuellen Trainingsplan kannst du direkt im Anschluss an ein Training oder einen Workshop zu Hause weiter trainieren. Sitzt das Training im Schritt, kann im Trab oder mit Steigerungen der Quadratvolte gearbeitet werden. Caniskinetic® ist im Schritt hocheffektiv und muss nicht im Trab gearbeitet werden.

Neben der Arbeit in der Quadratvolte gibt es noch riesige Auswahl an Caniskinetic® -Bodenhindernissen. Diese bieten tolle Ideen und Übungen für die Verbesserung von Koordination, der Gymnastizierung und der Steigerung von Beweglichkeit und Sensomotorik. Caniskinetic®-Bodenhindernisse bietet viel Spaß und Abwechslung und verbessern auf natürliche Weise die Bindung zwischen dir und deinem Hund.

Welche Vorteile hat die Caniskinetic® für euch?

Hier zusammengefasst die wichtigsten Vorteile der Caniskinetic® – DAS Fitness- und Gesundheitstraining für deinen Hund:

  • Faszientraining! Die Faszien deines Hundes werden durch die gleichmäßige Muskelarbeit und Dehnung geschmeidig und beweglich gehalten UND sogar fester und stabiler.
  • Muskeltraining! Das Intervalltraining steigert die Ausdauer deines Hundes und verbessert die Grundkondition. Der Wechsel von gezielter Muskelanspannung und Pausen sind ein richtiger Trainings-Booster für die Muskeln deines Hundes.  
  • Koordinationstraining! Mit Caniskinetic® kannst du die Koordination und Beweglichkeit deines Hundes genauso steigern wie seine Kraft und Geschicklichkeit.
  • Geraderichtung! Gleiche Fehlbelastungen und –haltungen, z.B. durch gewohnheitsmäßiges Links-bei-Fuß-Gehen, einfach und effektiv aus.
  • Prävention! Die Harmonisierung der Bewegungsabläufe und der Ausgleich von Händigkeit beugen aktiv Verletzungen vor.
  • Mentaltraining & Bindungstraining! Ihr trainiert sehr konzentriert und achtsam zusammen in der blau-gelben Quadratvolte. Die Farbreize fördern gleichzeitig die Gehirnaktivität.

Neugierig geworden? Dann schau doch gleicht mal, ob du einen Workshop für euch findest: Termine .
ODER buche dir ein Einzeltraining bei mir in Cuxhaven, am Niederrhein oder im Rheinland.

Weiter Infos zur Caniskinetic® findest du auch in meinem Youtube Kanal:
@dradrianemack

Was für mich das schönste Kompliment nach einem Muskel-Relax-Programm Workshop ist

Du machst einen Workshop und lernst etwas komplett Neues für dich und dein Pferd. Bist ziemlich begeistert und möchtest am liebsten sofort weiter damit arbeiten. Dann kommt der Alltag. Stressige Arbeit, Winter, keine guten Trainingsmöglichkeiten und außerdem ist es einfach saukalt… der Workshop rückt immer weiter weg. Der ganz normale Wahnsinn! 

Aus genau diesem Grund festige ich in meinen Muskel-Relax-Programm (MRP) Workshops die Techniken und Übungen:

🙏gearbeitet wird immer zu zweit an einem Pferd, d.h. du kannst sowohl dein Pferd als auch andere erfühlen und wiederholst direkt die Übung
🙏du bekommst immer wieder in kleinen Feedbackrunden die Möglichkeit Fragen zu stellen
🙏zu Beginn des Workshops erhältst du ein Workbook mit einer ausführlichen Beschreibung der einzelnen Übungen in Wort und Bild
🙏am Ende des Workshops wiederholen wir zusammen alle Übungen noch einmal an einem Pferd

Du merkst, Nachhaltigkeit ist mir sehr wichtig. Ich möchte dir helfen, dir und deinem Pferd selbst zu helfen. Mein Programm ist alltagstauglich und kann als Routine in das tägliche Training integriert werden. 

Also ist das schönste Kompliment was du mir nach einem MRP-Workshop machen kannst: Ich mache weiter!!! 💚💚💚

Mein MRP-Baby darf weiter wachsen und daher biete ich für alle meine Stamm- und Workshop-Kunden im Frühjahr eine 8-wöchige Muskel-Relax-Programm Challenge an. Eine Bleib-Dran-Challenge könnte man sagen und ich freue mich riesig darauf🥳🥳🥳

Würde mich freuen, wenn DU dabei bist 💚

Herzlichst,

Dein Adriane

Doppellongenarbeit geht auch am Kappzaum

Arbeit an der Doppellonge

Die Doppellongenarbeit ist eine meiner liebsten Trainingsmöglichkeiten. Sie erfordert sowohl Einfühlungsvermögen als auch eine exakte und fein dosierte Hilfengebung.

Doppellonge geht klassisch doch nur auf Trense?

Ich habe diese Form der Ausbildung früher ebenfalls ganz klassisch auf Trense erlernt – zunächst im Gangpferdebereich und später bei der FN. Viel zu spät, wie ich finde, habe ich gelernt, dass die Arbeit auch am Kappzaum sehr fein und pferdefreundlich möglich ist.

Danke an dieser Stelle an Mike Geitner®. Als ich damals die Ausbildung zur Dualaktivierungstrainerin® bei ihm gemacht habe, begann ich, den Kappzaum auch für die Doppellongenarbeit zu nutzen.

Dafür ist es allerdings wichtig, zunächst eine gute Basis zu schaffen: Bevor mehrere Meter Doppellonge ins Spiel kommen, sollte eine feine Verbindung zur Pferdenase bereits im Führtraining mit einem leichten Strick erarbeitet werden. Denn auch am Kappzaum können durch lange Leinen, Reibung und ungünstige Einwirkung erhebliche Zugkräfte entstehen.

Überzeugt hat mich damals vor allem die Beobachtung der Doppellongenarbeit auf Trense – ebenso wie das Longieren mit einfacher Longe. Dabei sehe ich immer wieder deutlich sichtbaren Zug auf das Pferdemaul und die Zähne sowie erhebliche Kräfte, die auf das Pferd einwirken können.

Für mich war deshalb klar: Ich möchte ausprobieren, wie fein sich diese Arbeit am Kappzaum gestalten lässt.

Der große Vorteil der Doppellonge gegenüber der Arbeit mit einer einfachen Longe ist für mich die Vielfalt der Hilfen, die dir zur Verfügung stehen.

Welche Hilfen stehen dir zur Verfügung?
  1. Deine Körperhaltung: Bist du aufrecht und energetisch oder gebeugt, geduckt, schleichend oder unklar in deiner Körpersprache? Dein Pferd nimmt all das wahr. Setze deine Körperhaltung bei der Arbeit mit der Doppellonge deshalb bewusst ein.

  2. Deine Position zum Pferd: Befindest du dich auf Höhe des Kopfes, des Rumpfes oder der Flanke? Bremst du dein Pferd, schiebst du es nach außen oder treibst du es gerade vorwärts? Lädt deine nach innen gerichtete Schulter dein Pferd dazu ein, zu dir zu kommen, oder schickt deine Schulter es nach außen? Deine Position in Bezug auf dein Pferd ist von großer Bedeutung.

  3. Deine Stimme: Ist sie laut oder leise, aufmunternd oder beruhigend? Redest du permanent oder verwendest du kurze, eindeutige Signale? All das hat Einfluss auf dein Pferd. Lege deine Stimmkommandos bewusst fest und nutze sie möglichst eindeutig. Dauerbeschallung ist keine feine Hilfe – viele Pferde schalten dann irgendwann schlicht auf Durchzug.

  4. Dein Arm oder dein durch eine Gerte bzw. Peitsche verlängerter Arm: Damit kannst du deinem Pferd beispielsweise die Richtung anzeigen, es weichen lassen, die innere oder äußere Schulter ansprechen, es zum vermehrten Untertreten auffordern oder das Tempo beeinflussen. Es gibt sehr viele Möglichkeiten, deinen verlängerten Arm einzusetzen und deinem Pferd eine andere Form der Bewegung anzubieten.

  5. Deine Energie: Für mich ist sie eine der wichtigsten Hilfen. Damit meine ich nicht nur deine Körperhaltung, sondern auch die Intention, Motivation und innere Vorstellung, mit der du deinem Pferd begegnest und eine Bewegung anfragst.

  6. Die beiden Leinen: Wer reitet, weiß, dass äußerer und innerer Zügel unterschiedliche Wirkungen haben und vielfältig eingesetzt werden können. Ähnlich können auch die beiden Leinen bei der Doppellongenarbeit dein Pferd unterstützen.

    Wichtig ist für mich dabei ein sehr fein dosierter Einsatz. Anders als beim Reiten entstehen bei der Doppellongenarbeit zusätzliche Reibungspunkte. Je mehr Kontakt die Leine beispielsweise mit Unterlage, Longiergurt oder Fell hat, desto größer kann der Reibungswiderstand werden. Dadurch können höhere Kräfte auf den Kappzaum übertragen werden.

    Ich persönlich lasse die äußere Leine deshalb nicht gerne über die Hinterhand laufen, sondern bevorzuge – je nach Verschnallung und Übung – einen Verlauf über den Rücken.

Welche Ausrüstung braucht dein Pferd für die Doppellongenarbeit?
  • Einen Longiergurt: Er sollte gut passen und dein Pferd weder in seiner Bewegung behindern noch einengen, quetschen oder scheuern. Auch am Widerrist und im Bereich des Ellbogens sollte nichts reiben. Gleichzeitig sollte der Gurt nicht verrutschen.

    Ich verwende gerne eine schmale Longiergurt-Unterlage statt einer sehr langen Decke oder eines dicken Pads. Außerdem sollte der Longiergurt auf beiden Seiten über ausreichend Ringe verfügen, damit die Verschnallung an die jeweilige Übung und Arbeitshaltung angepasst werden kann.

  • Einen Kappzaum: Auch er muss gut passen. Er darf keinesfalls Richtung Auge rutschen, den Ohrgrund einengen, unangenehmen Druck im Genick erzeugen, am Jochbein scheuern oder die Atmung im Bereich der Nüstern beeinträchtigen.

    Der Nasenriemen sollte auf dem knöchernen Bereich des Nasenrückens liegen und der Kappzaum insgesamt sicher sitzen, ohne zu drücken oder einzuschneiden. Ich bevorzuge leichte, weiche Kappzäume ohne schwere Metallteile oder Kettenglieder am Pferdekopf.

    In meiner Praxis arbeite ich mit Kappzäumen von Edition Geitner®, die in verschiedenen Größen vom Mini-Shetty bis zum Kaltblut erhältlich sind. Inzwischen habe ich verschiedene Größen auch in meinem Praxisauto dabei. So können wir bei Terminen und Workshops direkt am Pferd ausprobieren, welche Größe und Einstellung wirklich passt.

    Werbung | Ich arbeite in meiner Praxis mit Kappzäumen von Edition Geitner® und biete diese meinen Kundinnen und Kunden auch zum Kauf an. Für die Empfehlung bzw. Verlinkung erhalte ich keine Vergütung vom Hersteller.

  • Eine Doppellonge: Sie sollte möglichst leicht sein und kleine, leichte Karabiner besitzen. Gerade schwere Karabiner können bei Bewegung unangenehm gegen den Kappzaum bzw. den Nasenbereich schlagen.

    Die passende Länge hängt davon ab, was du trainieren möchtest. Ich selbst besitze Doppellongen in verschiedenen Längen von 6, 10 und 16 Metern. Ob Fahren vom Boden, Seitengänge oder die Arbeit auf einem großen Zirkel – unterschiedliche Längen können für unterschiedliche Aufgaben sinnvoll sein.

    Wichtig ist außerdem, dass die Karabiner durch die entsprechenden Ringe von Kappzaum und Longiergurt passen, wenn du unterschiedliche Verschnallungen nutzen möchtest. Meine Doppellongen habe ich übrigens selbst gebaut.

  • Karabiner zum Umschnallen: Für mich ein Muss, weil es damit einfach schneller geht. 😄 Außerdem arbeite ich gerne im Intervall. Wenn der Timer die Pause ankündigt, möchte ich nicht erst lange mit dem Umschnallen beschäftigt sein. Schließlich soll mein Pferd seine Pause auch wirklich genießen können.

  • Einen verlängerten Arm: Wenn nötig, kannst du deinen Arm durch eine geeignete Gerte oder Peitsche verlängern. Manche Pferde reagieren so fein, dass das gar nicht notwendig ist. Ich arbeite gerne mit einer leichten Fahrpeitsche, weil ich damit verschiedene Körperbereiche ansprechen kann und sie sich gut handhaben lässt.

  • Schaumstoffgassen oder Pylonen: Gerade auf dem Reitplatz finde ich es hilfreich, Übungen vorher zu planen und Wege sichtbar zu machen. Zirkel, Schlangenlinien oder Quadrate lassen sich beispielsweise mit Pylonen oder Gassen markieren.

    Wer mich kennt, weiß: Ich liebe die blau-gelbe Welt! 😄 Deshalb sind Schaumstoffgassen und blau-gelbe Pylonen bei mir im Dauereinsatz. Sie geben dir und deinem Pferd Orientierung. Gerade beim Einstieg in die Doppellongenarbeit kann beispielsweise ein mit Pylonen markierter Zirkel sehr hilfreich sein.

Fahren vom Boden

In meinen Workshops erarbeite ich die klassische Doppellongenarbeit gerne zunächst aus dem Fahren vom Boden. Dabei positioniere ich mich hinter dem Pferd.

Wichtig ist dabei ein ausreichender Sicherheitsabstand. Bleibe so weit vom Pferd entfernt, dass du auch bei einer unerwarteten Reaktion nicht von den Hinterbeinen getroffen werden kannst.

Praxis

Du möchtest das Gelesene mit deinem Pferd in die Praxis umsetzen? Ich unterstütze dich gerne im individuellen Training oder im Rahmen meiner Workshops. Meine aktuellen Angebote und Termine findest du auf meiner Website.

Der Sattel soll zu Pferd und Reiter „passen“ – Ein Anspruch, der viele Fragen aufwirft!

Der Sattel soll zu Pferd und Reiter passen

Dies ist das Idealbild eines Sattels heutzutage. Wie oft jedoch sehe ich in meiner Fahrpraxis Sättel, die so gar nicht mit der Rückenlinie des Pferdes harmonieren. Oder Sättel, die den Reiter in einen so starren Sitz zwängen, mit dem es Ihm unmöglich wird seine Balance zu finden. Daraus resultieren wiederum Missverständnisse zwischen Pferd und Reiter, da der Reiter die Hilfengebung nicht verständlich umsetzen kann. Es entsteht FRUST! Ganz abgesehen davon, dass ein schlecht passender Sattel dem Pferd ohne Umschweife SOFORT und IMMER Schaden zufügt. Das beginnt mit Einschränkung seiner Bewegungen. Steigert sich in eine Verfestigung der muskulären und faszialen Strukturen bis hin zu Atrophien (Verlust von Muskelmasse) und Verklebungen. Schließlich führt der Teufelskreis zu einer ernst zu nehmenden „undefinierbaren“ Lahmheit. Mein Tierarzt drückte das immer aus mit „läuft wie ein Sack Muscheln“. Man weiß nicht, ob die Hinterhand, die Vorhand, der Rücken, das ISG oder alles gleichzeitig betroffen sind. Manchmal wird das Pferd aus „unerklärlichen“ Gründen plötzlich total phlegmatisch oder zornig und unwillig unter dem Sattel. Ein schleichender Prozess…

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Hilfe mein Hund wird alt!

Hilfe mein Hund wird alt! Kennen Sie dieses Phänomen: Gerade im Zusammenleben mit dem eigenen Hund wechselt mit zunehmendem Alter des Hundes die Position zum Tier. Was einen Großteil des „Hundelebens“ ausgemacht hat, nämlich der Gedanke des Menschen  „mein Hund beschützt und begleitet mich“ ändert sich plötzlich völlig.

Der Mensch schlüpft in die Rolle des Beschützers und BegleiterS > weiterlesen

Die Verbindung zwischen Mensch und Tier

Die Verbindung zwischen Mensch und Tier: In Beziehungen geht es auf und ab, so auch zwischen Mensch und Tier. Oftmals komme ich zu einem Neukunden und finde eine Situation vor, in der Kummer und Sorgen um das zu behütende Tier in Hilflosigkeit umgeschlagen sind. Der Mensch denkt nur noch über Futtermittel, Medikamente, den nächsten Tierarztbesuch und und und nach. Mensch und Tier haben für einen kurzen Moment die Verbindung zueinander verloren und die Erfolge aller Bemühungen um die Gesundheit des Tieres bleiben aus.
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